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Rückbau Deutsche Welle – Die Chronik

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Ein Kunstprojekt über 7 Jahre

Der Kölner Künstler Jan Glisman transformiert den Abriss der Funktürme der Deutschen Welle in ein Kunstprojekt. Über Jahre hinweg dokumentierte der Künstler kontinuierlich mit Fotos, Videomaterial und Zeichnungen, wie das 138 Meter hohe Bauwerk innerhalb mehrerer Jahre Stockwerk für Stockwerk zurückgebaut wurde.

2015
Herbst 2015
erste Informationen

Das ehemalige Gebäude der Deutschen Welle sollte gesprengt werden, es sollte die größte Sprengung innerhalb eines Stadtzentrums sein, die in Europa bisher durchgeführt worden war.

Winter 2015
Entwicklung eines Kamerasystems
Zeitrafferkameras sollten auf den Dächern mehrere Hochhäuser in der näheren Umgebung der Baustelle aufgestellt werden. Die Kameras wurden im Atelier selbst entwickelt, da diese ohne W-Lan und Stromnetzanschluss funktionieren mußten. 
 

Abildung: Entwurf Kamera System Jan Glisman 2015

2016
Frühjahr 2016
Kontaktaufnahme

Erste Kontaktaufnahme mit den neuen Grundstückseigentümern des ehemaligen Gebäudes der Deutschen Welle sowie mit der Thüringer Abrissfirma, die mit der Sprengung beauftragt werden sollten.

2017
März 2017
Kulturamt der Stadt Köln

Erste Zusage zur Förderung des Projektes durch das Kulturamt der Stadt Köln.

Dezember 2017
Landschaftsverband Rheinland
Zusage zur Förderung des Projektes durch den Landschaftsverband Rheinland.
2018
Anfang 2018
Verhandlungen
Anfang der Verhandlungen auf Änderung der Durchführung des Abrisses von Sprengung auf Rückbau zwischen den Grundstückseigentümern und weiteren Beteiligten.
Januar 2018
Entwicklung eines Kamerasystems
Entwicklung und Testung von Kameras, die konzipiert werden, ohne W-Lan und Stromnetzanschluss auf Dächern von Hochhäusern zu Funktionieren.
Februar 2018
fotografische Dokumentation des Rückbaus
Ursprünglich war die filmische Dokumentation der Sprengung aus dem Inneren des Gebäudes geplant. Nach Absage der Sprengung wurde das Konzept auf die fotografische und filmische Dokumentation von außen geändert. Die speziell dafür entwickelten Kameras sollen auf den Dächern von Hochhäusern in der näheren Umgebung der Baustelle installiert werden.
März 2018
Kontaktaufnahme
Der Künstler startet die Kontaktaufnahme zu Grundstückseigentümern der Hochhäuser in der Umgebung der Baustelle.
Für die Installation der Kameras werden Gestattungsverträge mit den Grundstückseigentümern abgeschlossen.
23. März 2018
Installation der ersten Zeitrafferkamera

Installation der ersten Zeitrafferkamera auf dem Dach eines Gebäudes gegenüber der Baustelle.

März 2018
Zeichnung Asbestdisco
Beginn der 5 qm großen Zeichnung Asbestdisco mit Pastellkreide auf Papier.
Die Vorlage für diese Zeichnung sind die Bilder aus dem Rasterelektronenmikroskop des Forschungszentrum Jülich.
 
2019
12. Januar 2019
Installation der zweiten Zeitrafferkamera
Installation der zweiten Zeitrafferkamera auf dem Dach eines Gebäudes gegenüber der Baustelle.
Februar 2019
Fertigstellung Asbestsanierung

Die Asbestsanierung ist abgeschlossen. Das Gebäude ist offiziell vom Asbest befreit. 

April 2019
Beginn Rückbau 
Die Abnahme der Fassade beginnt. Hierfür werden  Hydraulikgürtel am Büroturm und am Studioturm installiert.
18. Juni 2019
erster Drohnenflug
Durchführung des ersten Drohnenfluges auf der Baustelle von insgesamt 107 Flügen bis zum Abschluss des Rückbaues.
Die Bilder der Drohnenflüge werden für die Produktion künstlerischer Arbeiten verwendet.
02. Juli 2019
Erste Baustellenbegehung
Erste Baustellenbegehung und Pressetermin mit der Projektgesellschaft und den Mitarbeitern der Abrissfirma.
15. August 2019
Installation der dritten und vierten Zeitrafferkamera
Installation der dritten und vierten Zeitrafferkameras  im 18. Stock an der Fassade vom Funkhaus des Deutschlandfunks.
November 2019
Rückbau der Grundstruktur
Die Entfernung der Fassade des Gebäudes ist weitgehend abgeschlossen und der Rückbau der Grundstruktur beginnt.
2020
März 2020
Fassadenplatten
Übergabe der ersten Fassadenplatte seitens der Bauleitung an den Künstler von letztendlich 10 Fassadenplatten bis zum Abschluss des Rückbaus.
Die Fassadenplatten werden für die Entwicklung von Klang-Installationen verwendet, die anläßlich der Abschlussveranstaltung im Deutschlandfunk Kammermusiksaal in Köln gezeigt wird.
Dezember 2020
Herstellung des ersten Linsenrasterdruckes
Die ersten Lentikularbilder aus Fotografien der Zeitrafferkameras werden für die Austellung im Foyer des Deutschlandradio Funkhaus Köln hergestellt.
 
2021
Februar 2021
Abschluss Rückbau 
Der Rückbau des Gebäudes ist abgeschlossen. 
Sommer 2021
125.000 Fotos
Beginn der Auswertung und  Organisation von letztendlich 125.000 Fotos des Rückbaus mit Lightroom.
Die Fotos werden für die Produktion von künstlerischen Arbeiten verwendet.
2022
27. April 2022
Neuer Eröffnungstermin
Nachdem die Ausstellung Rückbau Deutsche Welle aufgrund von Corona Schutzmaßnahmen auf 2022 verschoben wurde, gibt es nun einen neuen Termin für die Vernissage: Am 27. April 2022 präsentiert der Künstler gemeinsam mit artrmx e.V. und dem Deutschlandradio das Langzeitprojekt in einer Ausstellung im Deutschlandfunk in Köln. Videoarbeiten, Zeichnungen und Drucke sowie skulpturale Installationen aus Gebäudefragmenten werden im Foyer gezeigt.
28. April bis 02. Juli 2022
Ausstellung "Rückbau Deutsche Welle"
Ausstellung: 28. April 2022 – 02. Juli 2022
DEUTSCHLANDRADIO – FUNKHAUS KÖLN
Raderberggürtel 40, 50968 Köln
Die Ausstellung ist während der laufenden Ausstellungszeit nur an den Wochenenden geöffnet.
 
01. und 02. Juli 2022
Finissage

FINISSAGE
MULTIMEDIALE INSTALLATION KAMMERMUSIKSAAL, AUSSTELLUNG FOYER, 

Freitag, 01. Juli 2022 17:00 bis 22:00 Uhr
Samstag, 02. Juli 2022 17:00 bis 22:00 Uhr

Nur am 01. und 02. Juli besteht die Möglichkeit, eine multimediale Installation im Deutschlandfunk Kammermusiksaal zu erleben, die in Kooperation mit den Künstler*innen DMITRY ZAKHAROV und JIYUN PARK produziert wurde.  Es gibt eine Besucherbegrenzung. Für einen Besuch der Ausstellung sichern Sie sich ein Ticket unter dem Link: rueckbau-deutsche-welle.artrmx.com.